Pimp my grapes und wie das Wetter einen verrückt machen kann...

Pimp my grapes und wie das Wetter einen verrückt machen kann...

Lange nix gehört…irgendwie hatte ich nicht so die Muse…da das Wetter sich dieses Jahr ständig was Neues überlegt hat…! Frost, viel Regen, Hagel, wieder viel Regen, hohe Luftfeuchtigkeit und wieder Regen…Ein Traum! So ist das eben, wenn man mit und in der Natur arbeitet. Eigentlich ist das ja auch das spannende an unserem Beruf, für meine Empfindungen hätte aber mein zweites Jahr etwas unkomplizierter laufen können… 😉

Die letzten Wochen habe ich hauptsachlich damit verbracht, die Traubenzonen zu bearbeiten! Bei Silvaner und Grauburgunder habe ich die Schattenseiten entblättert, auf der Sonnenseite haben Sie ihre Blätter als kleine Sonnenschirme behalten. Ja, auch Trauben können Sonnebrand bekommen! 😉

Beim Müller-Thurgau habe ich die Schattenseite entblättert und auch die Traubenzone etwas ausgedünnt. Müller-Thurgau ist ja bekanntlich eine Rebsorte, die in Winzersprache viel Menge macht…dieses Jahr hat sich der Weinberg durch den frühen Frost schon ganz schön selbst reduziert, jedoch war mir das trotzdem noch ein bisschen viel und vorallem ein bisschen eng. Die Trauben haben ganz schön mit einander gekuschelt…das fördert leider die Fäulnis und die wollen wir nicht haben! Für mich ist es, obwohl ich weiß wofür es gut ist immer wieder ein merkwürdiges Gefühl Trauben die eigentlich schön aussehen wegzuschneiden..aber da muss ich wohl ich durch. Beim Müller-Thurgau ist diese Arbeit alleine auch besonders schön 😉 zwischendurch fühlt man sich wie verschluckt, da die Reihen 400 m lang sind und man somit auch realtiv lange Zeit mit jeder einzelnen Reihe verbringt! 🙂 Aber es lohnt sich, jetzt ist der Müller schick und bereit für die Lese!

Dieses Jahr kommt ja noch eine Rebsorte dazu, wie ihr oben schon lesen konntet..der Grauburgunder…! Dieser steht auf der „Nahe Seite“ und der Frost war mit dem Weinberg nicht so gnädig, weshalb er sehr unterschiedlich in den Reifestadien ist und auch in der Traubengroße und dem Stockbehang. Viele Burgunder neigen auch dazu sehr engbeerig zu sein und der viele Niederschlag, hat die Beeren noch ein bisschen größer werden lassen, hier heisst es jetzt abwarten und Tee trinken und hoffen, dass das Wetter so bleibt. In erster Linie trocken…die kühlen Nächte und die nicht so heißen Tage sind auch perfekt. Feuchtigkeit und Schwüle würden nur zur Fäulnis anregen und das wollen wir nicht.

Die nächsten Wochen bleiben also spannend und ab jetzt kann man nicht mehr allzu großen Einfluss nehmen! Also let’s rock und immer schön den Teller leer putzen, damit der Regen keine Chance hat…

Bio..#dablühtnochwas #müllernochnichtgepimpt